Evangelische Kirchengemeinde Donzdorf

Herzlich willkommen auf den Seiten der Evangelischen Kirchengemeinde Donzdorf mit Reichenbach u.R., Winzingen und Lauterstein

Die Kirchengemeinde Donzdorf ist eine lebendige Vielfalt von Menschen. Sie ist feiernd, lernend und helfend gemeinsam auf dem Weg, sich über die frohe Botschaft von der Gerechtigkeit und Liebe des dreieinigen Gottes untereinander, aber auch über die Grenzen der Kirchengemeinde hinaus zu verständigen. Sie will ein "Haus der lebendigen Steine" sein (1. Petrus 2,5), in dem etwas von der Freude des Reiches Gottes zu spüren ist.

Danke für Ihr Interesse. Wir hoffen, dass Sie gute Kontakte knüpfen können.

Ihre Evangelische Kirchengemeinde Donzdorf

Evangelisches Gemeindezentrum

Messelbergsteige 17, 73072 Donzdorf

Evangelisches Pfarramt
Gerhart-Hauptmann-Str. 3, 73072 Donzdorf
Tel.: 07162 / 29511
Pfarramt.Donzdorf@elkw.de

DE38 6106 0500 0103 8830 02

Liebe Gemeinde,
keine Gottesdienste, keine Einladungen zu Gemeindeveranstaltungen, keine Angebote von Gruppen und Kreisen stehen in diesen Tagen hier. Taufen sind verschoben. Kein Gedanke an die Feier der goldenen Konfirmation am Palmsonntag. Die Gottesdienste an Gründonnerstag, Karfreitag, sogar die am Ostersonntag und -montag finden nicht statt. Die Kinderbibelwoche in der zweiten Osterferienwoche ist abgesagt. Trauerfeiern können nur noch mit zehn Personen am Grab, nicht mehr in den Kirchen oder der Aussegnungshalle gehalten werden.
Wer hätte das vor wenigen Wochen gedacht?
„Gottesdienste sind verboten. Versammlungen sind verboten“ Noch vor ein paar Tagen wäre diese Sätze in Deutschland undenkbar gewesen. Welch ein Eingriff in die Grundrechte auf Religions- und Versammlungsfreiheit!
Warum hat die Landesregierung solche Verbote aufgestellt?
Mir leuchtet die Begründung ein: Weil das "Recht auf Leben" ein so hohes Gut unserer Verfassung ist, dass andere Grundrechte (zeitweise) eingeschränkt werden dürfen. Das Coronavirus bedroht das Leben von vielen. Daher sind die Verbote Vorsichtsmaßnahmen, die sich hoffentlich mittelfristig und auch langfristig als sinnvoll erweisen werden.
Ich halte unsere derzeitige Situation für eine enorme Ausnahmesituation. In diesem Ausnahmezustand sollten wir uns nicht mit der Frage beschäftigen wie so einige selbsternannte Weltdeuter im Internet, ob die Pandemie einen religiösen Sinn hat, sondern vom Gott der Passion aus zu fragen, was wir als Christinnen und Christen gemeinsam und als Einzelne tun können, um füreinander da zu sein in einer Wirklichkeit, die sich dramatisch ändert.
Gottesdienste sind verboten, Gottesbegegnungen sind es nicht. Viele nutzen die Möglichkeiten der Digitalisierung. Auch wir Pfarrerinnen und Pfarrer im Kirchenbezirk Geislingen streamen Andachten (auch am kommenden Sonntag, s. Kasten)! Bitte beachten Sie die Homepage des evangelischen Kirchenbezirks oder kirch ) und richten Hotlines für Seelsorge und Gespräche ein. Die Schwelle kann so für die, die niemals eine Kirche betreten würden, deutlich niedriger werden.
Was paradox, also entgegen dem äußeren Anschein, ist: Körperlicher Abstand ist in diesen Tagen Ausdruck der Menschenliebe.
Ein Paradox ist nichts Ungewohntes für Christinnen und Christen. Im Kirchenjahr ist die Zeit der Passion. Wir Christinnen und Christen erinnern sich in diesen Wochen an den Leidensweg Christi. Damit üben wir uns wieder neu in dem paradoxen (und skandalösen) Gedanken, dass Gott nicht diktatorisch die Welt lenkt, sondern sich in Ratlosigkeit und Liebesverrat, in Schmerz und in Todesangst zeigt.
Ich hoffe, dass wir die kommenden Tage gut aushalten, dass die Enge und die Sorgen zuhause die Nerven nicht allzu blank legen. Machen wir uns klar:

Nicht alles ist abgesagt!

„Liebe, Verantwortung, Hoffnung, Sonne, Musik, Gespräche, Freude, Lesen, Frühling, Zuwendung, Natur, Lachen, Hilfe, Solidarität, Zuneigung, Phantasie, … ist nicht abgesagt!“


Konzentrieren wir uns auf das, was unser Auftrag ist: Gottes Nähe, Zuwendung und Liebe verkünden und weitergeben. Das tun bereits viele, mit Gebet und Paketen vor der Haustür, mit Telefon und Singen vom Balkon, mit Unterstützung für Menschen in innerer und äußerer Not.
Das können wir auch dann, wenn die eigene Glaubenskraft nicht ausreicht, wenn zwischendurch die Kraft fehlt und die Erschöpfung um sich greift. Gott hält uns die Treue, Gott vertraut uns, weil und obwohl er uns kennt. Gott glaubt an uns.
Pfarrerin Kathinka Kaden

Zeichen der Verbundenheit – Glockenläuten

Der Glockenschlag strukturiert die Zeit und erinnert uns an die Zeit – das wird uns besonders in diesen Tagen bewusst, wenn so vieles nicht mehr „läuft“, abgesagt werden muss und nicht mehr möglich ist. So auch viele Angebote, gemeinschaftliche Treffen und auch unsere Gottesdienste. Gerade in diesen Zeiten möchten wir ein Zeichen der Verbundenheit setzen und zeigen, dass diese Zeit nicht Gott-los ist. Der Glockenklang soll uns verbinden und uns ermutigen – Gott gehört die Zeit, ER ist bei uns und ER wird uns auch durch diese Zeit begleiten.
An jedem Tag um 19.30 Uhr läuten in unseren Gemeinden die Kirchenglocken 5 Minuten.
Dem Aufruf der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Evangelischen Landeskirche Württemberg folgend, wollen auch wir alle Menschen einladen, zuhause innezuhalten und sich im Gebet zu verbinden. Schließen wir vor allem diejenigen in unser Gebet ein, die Angst haben und die alleine sind, beten wir für die Ärzte und Pfleger, für alle, die politische Verantwortung haben, für alle, die um ihre Existenz bangen, für alle, die für uns da sind und uns versorgen. Beten wir für die Kranken und Trauernden und für die Menschen, die in diesen Tagen sterben.
Wenn auch so vieles anders, unsicher und ungewohnt ist, so sollen uns die Glocken ein Rufzeichen sein, dass wir miteinander verbunden sind, dass wir unsere Gebetsgemeinschaft erfahren, auch wenn wir nicht an einem Ort gemeinsam feiern können – und, dass Gott uns und unsere Zeit segnet.

Gott,
ich bin nicht allein.
Du bist da.
Du verbindest uns miteinander.
Wir kommen zu dir mit allem,
was uns bewegt.
Stärke die Kranken.
Tröste die Ängstlichen.
Sei nahe den Einsamen.
Schenke Hoffnung allen Menschen
und der ganzen Erde.
Amen.

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.

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