Gottesdienste

Hören auf Gottes Wort, singen, beten und feiern

 

Die Gottesdienste haben für unsere Gemeinde zentrale Bedeutung. Hier kommen wir zusammen zum Singen, Beten, Feiern und Verkündigen.
"Wir laden zu den vielfältigen Formen gelebter Spiritualität in unserer Gemeinde ein, die uns vor allem in den verschiedenen Gestaltungen unserer Gottesdienste an Sonntagen und Festtagen ermutigen, stärken, verbinden und unserem Leben Orientierung und Zeiten der Ruhe geben." (Punkt drei aus dem Leitbild der Kirchengemeinde Donzdorf)

Liebe Gemeindemitglieder,

es ist – Gott sei Dank – inzwischen in der Coronakrise eine gewisse Entspannung eingetreten, die es ermöglicht, für die Gottesdienste in der Christuskirche manche Regelungen zu lockern. Vielen wird das nicht weit genug gehen, nicht alle Anliegen sind berücksichtigt, andere hätten sich vielleicht auch weiterhin mehr Vorsicht gewünscht. Insgesamt sind wir froh und dankbar, dass bislang das Schlimmste ausgeblieben ist.  Laut Kirchenleitung gelten seit vergangener Woche für Gottesdienste folgende Regeln:

Der Gemeindegesang wird wiedereingeführt, allerdings unter eingeschränkten Bedingungen. Immer noch ist in der Wissenschaft nicht zweifelsfrei geklärt, welche Ansteckungsrisiken herrschen, daher ist beim gemeinsamen Singen und Sprechen ein geeigneter Mund-Nasen-Schutz verbindlich zu tragen. Dies gilt auch für das gemeinsame Singen und Sprechen im Freien. Weitere Schritte werden folgen, wenn sie verantwortbar erscheinen. Dazu wird auch die Befassung mit der Frage des Singens im Freien ohne Maske gehören.

Dass wieder gesungen wird, kostet den Preis, dass um der Vorsicht willen die Mindestabstände nicht verringert werden. Es bleibt also bei zwei Metern. Personen, die demselben Haushalt angehören, können enger beieinandersitzen. Dann muss aber zwischen dieser Gruppe und der nächsten oder der nächsten Person der Mindestabstand eingehalten werden. In unserem Kirchenraum haben somit 30 Personen Platz. Unsere Open-Air-Gottesdienste vor der Kirche können von bis zu 99 Personen besucht.
- Die Feier des Heiligen Abendmahls bleibt im öffentlichen Gottesdienst bis auf weiteres ausgesetzt.
- Die 1,5 m Abstandsregel ist auf dem Weg zum Platz und in Pausen zu beachten. Zu- und Ausgänge und die Wege dorthin sind (wenn irgend möglich) voneinander zu trennen.
- Ein Mindestabstand von Musizierenden voneinander beträgt minimal 2 Meter, besser 2,5 Meter in alle Richtungen. Der Abstand zwischen Leiter*in und zum Beispiel Chorsängern*innen muss beim Singen wenigstens vier Meter betragen. Der Abstand zu Zuhörenden beträgt bei Chören und Ensembles aus Blasinstrumenten minimal fünf Meter, bei nicht blasenden bzw. nicht singenden Ensembles drei Meter. Diese Abstände gelten in geschlossenen Räumen als auch im Freien.

Was uns in der Christuskirche besonders freut: Kindergottesdienste können wieder gefeiert werden. Es gelten die Hygienevorschriften für Gottesdienste, denn Kindergottesdienst ist öffentlicher Gottesdienst. Nach den Sommerferien wird daher unsere Kinderkirche in der Christuskirche voraussichtlich wieder beginnen.

Tauf- und Traugottesdienste sind unter den oben genannten Bedingungen auch wieder möglich. Taufgottesdienste feiern wir daher derzeit selbständig, also nicht im Sonntagsgottesdienst mit der Gemeinde. Das wird hoffentlich auch bald wieder anders sein können.

Gruppen und Kreise können sich bis zu 20 Personen ebenfalls unter Einhaltung oben genannter Bedingungen wieder treffen. Bis zu zehn Personen finden danach Platz im Untergeschoss der Kirche. Für größere Treffen setzen Sie sich bitte mit unserem Pfarramt in Verbindung, da dafür der Kirchenraum oben entsprechend gerichtet werden muss.

Der Konfirmandenunterricht für den Jahrgang 2020/2021 wird nach den Sommerferien  aufgenommen und wie üblich mittwochnachmittags in zwei Gruppen stattfinden. Der Zeitabstand zwischen den Gruppen wird größer sein, um eine Desin-fektion des Raumes zu ermöglichen. Auch hier gelten die Vorschriften. Es wird also eine „Konfi-Arbeit auf Abstand“ werden. Der Jahrgang 2019/2020, dessen Konfirmation im Mai nicht möglich war, wird zum weiteren Konfirmandenunterricht und zur Konfirmation ebenfalls aufgeteilt und im Herbst 2020 und im Frühjahr 2021 konfirmiert. Dazu folgen noch nähere Informationen.

Der Oberkirchenrat unserer Landeskirche ist weiterhin mit den anderen Kirchen im Land, mit der EKD und dem Land im Gespräch, beobachtet die Entwicklungen sorgsam und will die Gemeinden zeitnah über weitere Lockerungen bzw. weiter geltende bzw. eventuell wieder notwendige Regeln informie-ren, insbesondere was die Feier des Heiligen Abendmahls angeht. Zu dessen nach wie vor gültigen Aussetzung schreibt die Kirchenleitung: „Dies ist in den meisten Landeskirchen der EKD so. Wir wissen darum, dass diese Regelung für viele Menschen schmerzlich ist, oft auch eine geistliche Not bedeutet. Dennoch ist hier das Risiko einer Übertragung einfach noch zu groß für eine allgemeine Freigabe. Wir arbeiten der-zeit zusammen mit der badischen Landeskirche an einem Vorschlag, wie es zeitnah wieder ermöglicht werden könnte, die Communio mit dem leibhaft gegenwärtigen Herrn und untereinander wieder zu feiern. Ohne dem Ergebnis der Beratung vorgreifen zu wollen, wird es vermutlich auf eine Wandelkommunion, Einzelkelche und besondere Hygienevorschriften bei der Darreichung hinauslaufen. Bis es soweit ist, bitten wir aber noch um Geduld und Verständnis.“

Darum bitte ich Sie und Euch auch und grüße herzlich
Pfarrerin Kathinka Kaden

Wiedereinfrühung von Abendmahlsfeiern

Liebe Gemeindemitglieder,

nach enger Abstimmung mit der Evangelischen Landeskirche in Baden hat das Kollegium des Evangelischen Oberkirchenrates beschlossen, dass Abendmahlsfeiern wieder möglich sein werden. Er schreibt dazu.

Nach wie vor ist in der Wissenschaft umstritten bzw. nicht hinreichend untersucht, welche Ausbreitungsbedingungen das Virus bei der Abendmahlsfeier haben könnte, aber mit folgenden Punkten scheint die Wiederaufnahme von Abendmahlsfeiern verantwortlich:
Beide Landeskirchen gehen von der Form der Wandelkommunion aus, da nur so die Mindest-abstände von 2 m verlässlich eingehalten werden können.
Wo es einen Mittelweg und seitliche Wege gibt, treten die Menschen durch den Mittelweg zum Altar und gehen seitlich zurück. Wo zwei seitliche Wege vorhanden sind, wird einer als Hin- und einer als Rückweg benutzt; wo nur ein Weg zum Altar führt, kann diese Form nicht durchgeführt werden.
Die Teilnehmenden am Abendmahl treten in einer Reihe zum Altar. Auf dem Weg ist ein Desinfektionsmittelbehälter aufgebaut, wo sie sich unmittelbar vor dem Abendmahlsempfang die Hände desinfizieren.
Der Rückweg nach dem Empfang des Abendmahls geschieht auf einem anderen Weg als der Hinweg, damit die Menschen sich nicht in den engen Wegen begegnen. Es ist auch darauf zu achten, dass der Mindestabstand auch zwischen den Menschen in den Gängen und den Sitzenden / Stehenden in den Reihen gewahrt ist, z.B. so dass die „Wartezone“ im Mittelgang sich auf Höhe der Reihen befindet, die noch nicht an den Platz zurückgekehrt sind.
Die Wegführung wird optisch und durch Ankündigung mitgeteilt.
Auf den Friedensgruß wird verzichtet, ebenso wie auf Schlusskreise, bei denen sich die Teil-nehmenden an den Händen fassen.

Hygienische Aspekte zur Vorbereitung
Es ist darauf zu achten, dass bei der Vorbereitung keine Berührung von Elementen mit der bloßen Hand erfolgt. Brot bzw. Hostie sollten nur mit Einmalhandschuhen angefasst werden (ggf. mit einer Zange). Auch bei der Vorbereitung wird Mund-Nasen-Schutz getragen.
Wird Brot verwendet, ist dieses vorher unter Beachtung hygienischer Regeln in mundgerechte Stücke zu zerteilen.
Wein bzw. Traubensaft stammen aus einer original verschlossenen Flasche (z.B. mit Schraubverschluss) und werden mit behandschuhten Händen geöffnet.
Sie werden in einen Gießkelch gegossen, der bis zur Verwendung abgedeckt wird.
Einzelkelche werden entweder vor dem Gottesdienst auf einer Kredenz / Tischchen mit der Öffnung nach unten auf einem Tuch vorbereitet, sie können auch am Eingang den Besucherinnen und Besuchern individuell gegeben werden.
Alternativ können auch die Einzelkelche vorab gefüllt werden, dann ist auf eine hygienische Abdeckung zu achten.
Die Gemeinde soll in geeigneter Form darüber informiert werden, dass bei der Vorbereitung höchste hygienische Vorsichtsmaßnahmen herrschen.

Austeilung in der Grundform: Wandelkommunion mit Handkommunion
Neben dem Liturgen / der Liturgin werden Oblaten / Brot und Wein / Traubensaft in Einzel-kelchen von einer bzw. zwei weiteren Personen gereicht, die einen Mund-Nasen-Schutz
tragen.
Bei der Austeilung treten die Abendmahlsgäste einzeln an die Stelle, wo das Brot gereicht wird. Die austeilende Person fasst Brot bzw. Hostie, ohne es mit der unbedeckten Hand zu berühren (Handschuhe). Der / die Empfangende streckt die Hand aus, Brotstück bzw. Hostie werden ohne Berührung in die Hand gegeben. Auf Spendeworte und das respondierende Amen des Empfangenden wird verzichtet.
Danach tritt der Abendmahlsgast an die Stelle, wo Wein / Traubensaft gereicht werden und nimmt sich einen gefüllten Einzelkelch und trinkt.
Andernfalls nimmt sich der Abendmahlgast einen Kelch, den er / sie mit der Öffnung nach oben an einen vorbestimmten Platz stellen / bzw. stellt den vorab ausgegebenen Kelch an diesen Platz und tritt zurück. Dann tritt die austeilende Person herzu, gießt aus dem Gießkelch einen Schluck in den Einzelkelch und tritt wieder zurück.
Die empfangende Person geht weiter und trinkt.
In beiden Fällen stellt der Gast den Einzelkelch dann an einem bestimmten Platz (weiteres Tischchen) ab und geht dann an den Platz zurück.
Wenn alle wieder zurück am Platz sind, spricht der Liturg / die Liturgin das Entlasswort, das in Dankgebet, Fürbittgebet und Vater Unser übergeht
 
Noch einige allgemeine Hinweise zum Gottesdienst:
a)    Familienangehörige, die direkt miteinander verwandt (in auf- oder absteigender Linie, oder als Geschwister, sowie die Ehe-, Lebens-  und sonstigen Partner dieser Personen) können beieinander sitzen. Zwischen den so gebildeten Gruppen bzw. zur nächsten Einzelperson gelten dann wieder 2m Abstand. Auf diese Weise können – vor allem bei Kasualien – deutlich mehr Menschen eingeladen werden, vor allem wenn es die Möglichkeit gibt, eine Empore mit Paaren und Einzelpersonen zu besetzen. Natürlich fordert dies eine sorgfältige vorherige Planung.

b)    Das Verbot, Gesangbücher auszulegen, ist entfallen. Empfohlen wird, die Plastikein-bände nach Gebrauch mit einem Desinfektionstuch abzuwischen.

c)    Bislang galt, dass nicht laut gesprochen werden soll, sondern eher halblaut. Wenn jetzt „exspiratorisch“ gesprochen wird, ist das hinsichtlich des Aerosol-Ausstoßes dem Singen gleichzusetzen, von daher ist die Regelung, die jetzt gilt, konsequent. Die AG hat sich lange überlegt, ob sie im Freien auf die Maskenpflicht verzichten soll, sich dann aber da-gegen entschieden, auch „um der Schwachen willen“.

Soweit die jetzt geltenden Regelungen. Sie freuen mich insbesondere im Blick auf die

Konfirmation 2020
Unsere zwölf Konfirmandinnen und Konfirmanden werden in der Christuskirche nun am
Sonntag, 4. Oktober 2020, in drei Gruppen um 9.30 Uhr, 11 Uhr und 14 Uhr konfirmiert.
Gruppe 1: Emily Geiger, Jonathan Geng, Mia-Sophie Kreiseler, Alisa Troccola
Gruppe 2: Anne Binder, Marisa Holewa, Nele Hummel, Walerija Kunst
Gruppe 3: Dominik Heilig, Sophie Hummel, Ian Fani Miller, Salome Thierer

Am Samstag, 3. Oktober 2020, findet um 10 Uhr die Hauptprobe für die Konfirmation in der Kirche statt. Um 16 Uhr (Gruppe 3), 17.30 Uhr (Gruppe 1) und 19 Uhr (Gruppe 2) feiern wir das Abendmahl. Gemeinde, Familien, Freundinnen und Freunde sind herzlich eingeladen.

Mit besten Wünschen für erholsame Sommerwochen – bleiben Sie zuversichtlich und
behütet!
Ihre Pfarrerin Kathinka Kaden